Die Lichtwurzel

 Was ist das? 

Die Lichtwurzelknolle, lat. Dioscorea batatas, ist eine von vielen Yamswurzel Arten. Ihr Ursprung ist schon seit Urzeiten in Indien, Amerika und vor allem in China zu finden. Wir verdanken Dr. Rudolf Steiner, dem Wegbereiter der Anthroposophie, die Ergebnisse seiner geisteswissenschaftlichen Forschungen in Bezug auf unsere heutige Ernährung. In diesem Zusammenhang spielt die Lichtwurzel eine wichtige Rolle. Die Wege, die mit spezifischen Anbaumethoden in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft gegangen werden, haben zum Ziel die Erde als lebendigen Organismus in Verbindung mit kosmischen Wirkkräften wahrnehmen, kennenlernen und bearbeiten zu können. Die Yamswurzel Dioscorea batatas ist die Ur-yam (Shan Yao) und die Einzige unter den Yams, die in der Lage ist, Lichtäther ** in ihrer Wurzelknolle zu speichern und durch den Verzehr an den Menschen abzugeben. 

Dies wird schon jetzt und in Zukunft eine lebenswichtige Nahrungsgrundlage sein können und müssen (Rudolf Steiner). Wir erleben in Bezug auf unsere Ernährung weltweit eine starke Herabminderung an aufbauender Lebensqualität, z.B. durch die oft starke Schadstoffbelastung in der konventionellen Landwirtschaft, oder durch die hochtechnisierte Verarbeitung der Lebensmittelrohstoffe. Nahrungsergänzungsmittel erleben eine Hochblüte, da wir immer weniger in der Lage sind, Vitamine und Vitalstoffe in ausreichendem Maße selbst zu erzeugen. Das führt irgendwann zu einem Verlust an Selbstheilungskräften, führt zu Verhärtungen und Desensibilisierung und in der Folge zu einer Schwächung unseres gesamten Organismus.

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Der Anbau

Die Lichtwurzel gedeiht am besten windgeschützt an einem warmen Standort. 

Der Anbau der Lichtwurzelknolle ist sehr aufwändig. Das Tiefenwachstum kann bis zu einem Meter in die Tiefe gehen, daher braucht sie eine besondere „Behausung“. Das kann z.B. eine hohe Holzkiste sein, die zu 80% mit kieseligem Sand und 20% mit gut ausgereiftem Kompost befüllt wird. Zwischen Sand und Erde wird eine ca. 20 cm dicke Strohschicht als Trennschicht eingebracht. Die Kiste wird zur Ernte im Herbst, vor dem ersten Frost auf einer Seite geöffnet, um die Wurzeln vorsichtig aus ihr zu befreien, ohne sie zu verletzen. Oberhalb der Erde kann die Lichtwurzel bis zu 5 Meter hohe Ranken entwickeln, wenn sie die Möglichkeit einer Kletterhilfe hat, etwa Stangen, Netze oder Seile. Je höher die Ranken klettern und an Wachstum zunehmen, desto stärker „vertiefen“ sich die Wurzeln in der Erde. Wenn die Lichtwurzel Ranken blühen, entwickeln sie sog. Bulbillen. Das sind Fruchtknöllchen für die Anzucht. Diese können ab 2. Februar, an Maria Lichtmess, in einem leichten, humosen Boden in ca.30 cm hohen Pflanz- Gefäßen vorgezogen werden. Es entstehen sog. Jährlinge, die erst im Folgejahr gepflanzt werden, um der Wurzelknolle zu vollem Wachstum zu verhelfen. Ebenso können die langen dünnen Enden von großen, ausgewachsenen Wurzeln nach der Ernte für das nächste Frühjahr aufbewahrt werden um dann in die vorbereitete Kiste unter der oberen Erdschicht eingelegt zu werden. Die eigentliche Pflanzzeit beginnt im Frühjahr nach den Eisheiligen. Der Boden soll immer feucht gehalten werden, Staunässe ist tunlichst zu vermeiden.

 Die Pflege der Lichtwurzeln bedarf einer intensiven Zuwendung: Bio-dynamisch präparierter Kompost, der in verschiedenen Mischungen und zu bestimmten Zeiten z.B. an Johanni oder auch bei Sonnen-aufgang vor Vollmond ausgebracht oder gespritzt wird, ist besonders wichtig für die Aufnahme des Lichtäthers. 

Im Herbst, vor dem Frost wird geerntet, die Knollen werden trocken, dunkel und kühl bis an Weihnachten gelagert. Während der 12 Heiligen Nächten (Rauhnächte) werden die Knollen in dünne Scheiben geschnitten, getrocknet und zu feinem Pulver zermahlen. Die Blätter können getrocknet auch zu Tee verarbeitet werden. 

Über die therapeutische Wirksamkeit der Lichtwurzel

Die Lichtwurzel ist ein an Inhaltsstoffen reiches Wurzelgemüse, ist ein wirksames Immuntonikum und unterstützt die Funktionen der inneren Organe. Das Besondere der Lichtwurzel liegt aber nicht in ihren vielfältigen Inhaltsstoffen, sondern vor allem in ihrem hohen Lichtäthergehalt. 

So wird Rudolf Steiners Aussage verständlich, als er sagte: „ die Dioscorea batatas ist die einzige Pflanze, die in ihren unterirdischen Teilen Lichtäther speichern kann…..“ 

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**Der Begriff Äther geht auf Aristoteles zurück. Er sah im Sternen-und Sonnenlicht durchstrahlten Himmel den Übergang zu einer höheren, nichtmateriellen Welt. Später fügte er den Äther als Quintessenz (fünftes Element) den vier Elementen, Erde, Wasser, Luft und Feuer hinzu. Rudolf Steiner griff diesen Begriff auf, um auf die Dynamik der Lebensprozesse bzw. der Vitalität hinzuweisen. (Dabei entstand eine Differenzierung in vier Aspekte, Wärmeäther, Lichtäther, chemischer Äther und Lebensäther. Lichtäther wird von jedem lebenden Organismus aufgenommen, gleich ob Pflanze Tier oder Mensch. (Im Gegensatz zum Mineralreich) Die Aufnahme von Lichtäther bewirkt, dass in einer gegenläufigen Bewegung aus dem Erdinneren sogleich Lebensäther aufströmt.

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